PIRNA. Alle zwei Jahre wird es in der sächsischen Imkerwelt spannend: Die Suche nach den herausragendsten Honigen des Freistaates beginnt. Auch 2026 lädt der „Honigaward Sachsen“ Imker dazu ein, ihre Schätze bewerten zu lassen. Das Motto: „Unverfälscht. Unvergleichlich. Sächsisch.“

„Regionalität ist für uns kein Marketing-Trend, sondern gelebtes Handwerk von Nachbar zu Nachbar“, erklären die Initiatoren der Pirnaer Familien- und Freizeitimkerei Pirbee å pur. Gemeinsam mit den Imkervereinen Pirna, Dresden und Oberlichtenau wollen sie die Qualität heimischer Honige in den Mittelpunkt rücken.

In einer Zeit, in der Transparenz bei Lebensmitteln für viele Verbraucher oberste Priorität hat, setzt der Wettbewerb ein deutliches Zeichen gegen Honigfälschungen und globale Dumpingpreise. Getragen wird die Initiative von der Pirnaer Familien- und Freizeitimkerei Pirbee å pur gemeinsam mit den Imkervereinen aus Pirna, Dresden und Oberlichtenau.

Fokus auf regionale Erzeugnisse:

Sachsen gilt bundesweit als Vorreiter bei der Wertschätzung lokal produzierter Waren. Ob Obst aus dem Elbland oder Wein von den Steillagen – die Identifikation mit Erzeugnissen aus der direkten Nachbarschaft ist groß. Diese Wertschätzung für die Arbeit vor Ort wird bereits erfolgreich durch das Siegel „Gutes von hier“ sichtbar gemacht, das gerade kleine Familienbetriebe und die engagierte Freizeitimkerei stärkt.

Der Honigaward schließt sich dieser Philosophie nahtlos an. „Ohne die Bestäubungsleistung unserer Bienen wäre die Vielfalt auf unseren Tellern schlichtweg nicht möglich“, betonen die Organisatoren. Der Wettbewerb soll die naturgegebene Vielfalt der sächsischen Landschaften – von der Lausitz bis zum Erzgebirge – im Glas abbilden und die unverzichtbare Leistung der Bienenvölker in den Mittelpunkt rücken.

Premiere: Fachkundige Sensorik für höchste Objektivität

Eine Besonderheit im Prüfverfahren des Jahres 2026 ist die Einführung einer umfassenden Sensorikbewertung. Unter der fachkundigen Anleitung von Steffen Watzke und Ursula Lensing (Honigakademie) werden sächsische Juroren speziell geschult. Ziel ist es, die feinen Nuancen in Bouquet, Konsistenz und Geschmack objektiv und auf internationalem Niveau zu bewerten. Damit hebt der Award den Qualitätsanspruch für sächsischen Honig auf eine neue Stufe und bietet eine fundierte Analyse fernab rein optischer Kriterien.

Starke Partner und historische Kulissen

Ein Projekt dieser Tragweite lebt von der Zusammenarbeit in der Region. Die detaillierten Auswertungen finden im traditionsreichen Hotel und Gasthof zur Post in Pirna statt. Den glanzvollen Höhepunkt bildet die Preisverleihung am 29. August 2026: Im Rahmen der Veranstaltung „Süße Künste – Honigglanz im Schloss“ stellt das Barockschloss Oberlichtenau sein prachtvolles Ambiente zur Verfügung, um den Preisträgern einen angemessenen Rahmen zu bieten.

Informationen für Teilnehmer

Für die sächsischen Imkerinnen und Imker bietet die Teilnahme einen handfesten Mehrwert für die eigene Vermarktung:

Exklusives Paket: Jeder Teilnehmer erhält eine sensorische Analyse sowie eine DNA-Analyse (Wert ca. 100 €).

Marketing-Vorteil: Das zugehörige „DNA-Prüfsiegel“ inklusive QR-Code kann direkt auf dem Produkt genutzt werden, um Kunden die sächsische Herkunft transparent zu garantieren.

Teilnahmebedingungen: Offen für alle Imker mit Sitz in Sachsen; der Honig muss an sächsischen Standorten geerntet worden sein. (Hinweis: D.I.B.-Gläser sind aus markenrechtlichen Gründen nicht zugelassen).

Fristen: Einsendeschluss für die Proben ist der 10. Juni 2026. Die Teilnahmegebühr beträgt 149,00 €.